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Die Drohnen und der Weihnachtsmann

Könnt ihr euch erinnern, als man als Kind bereits Wochen vor Weihnachten aus dem Fenster heraus­ge­schaut hat, voller Erwartung, die Nase an die Fensterscheibe geklebt und die Eltern gefragt hat: „Wann, kommt endlich der Weihnachtsmann und legt uns die Geschenke unter den Weihnachtsbaum?“.

Heute kletterte unser Sohn auf das Fensterbrett, schaute voller Erwartung aus dem Fenster, seine Nase klebte an der Fensterscheibe. Dann fragte er: „Mama, wann kommen die Drohnen und legen uns Pakete vor die Tür?“.

Die Antwort lautete in beiden Fällen: „Das dauert noch eine ganze Weile. Es kommt aber ganz bestimmt…“. Die Technik entwi­ckelt sich ständig weiter. Der Mensch bleibt wie er schon immer war.

Archivbild: eine von Emil vor langer Zeit entwi­ckelte Geburtstagsdrohne. Bringt dem Geburtstagskind den Geburtstag, die Kerzen und zwei paar Scheren.

DIY — Abendbrot, vegan

Mama, ich mache das schon!”, sagt Emil mit großer Entschlossenheit, zeigt Mama mit einer theatra­li­schen Geste, dass sie sitzen bleiben soll und stürzt sich in die Küche mit dem „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss“ – Gesichtsausdruck, um sein Abendessen diesmal SELBST zuzube­reiten.

Nach geschätzten 30 Minuten kommt er mit dem abgebil­deten Kunstwerk zurück: Brot mit Gurke auf Ketchup. Sterneköche, bangt um eure Kochmützen!

 

Das schönste Haus der Welt

Mama, unser Haus ist das schönste Haus der Welt!“, stellt Emil beim Frühstück mit Begeisterung fest. Mama ist ziemlich überrascht. Dazu drei Hintergrundinfos:

  • Interieur Design war nie Mamas oder Papas expli­zites Interessengebiet. Unser Verhältnis dazu ist ähnlich wie unser Verhältnis zu dem Berliner Pandabär: Wir haben mal darüber gelesen. Wir wissen, dass es den Bären gibt und finden ihn süß. Würden wir in der nächsten Zeit nach Berlin fahren, wäre die Liste, was wir dort machen wollen sehr lang, ein Besuch bei dem Pandabären wäre nicht dabei.
  • Das Chaos in unserer Wohnung erstreckt sich über zwei Etagen
  • Die Größe der Wohnung ist subop­timal im Verhältnis zur Anzahl deren Bewohner und der Playmobil, Lego, Duplo, Schleich….etc Figuren, die die Wohnung beher­bergt.

Was gefällt dir so gut an unserer Wohnung?“, fragt Mama.

Wir haben so viel Platz!“

Also viel Platz haben wir hier ganz bestimmt nicht.“

Ein Bild von Emil: unser Tisch mit einer opulenten Mahlzeit darauf. Unter dem Tisch die Stühle und wahrheits­gemäß jede Mende nicht näher definier­barer Gegenstände. Möglicherweise handelt es sich bei dem pizza­ähn­lichen Kreis um Mama. Oder auch um eine Pizza.

Doch. Unter dem Tisch!“, kontert Emil. „Und wenn wir hier unten zu wenig Platz haben, dann können wir dann alles nach oben tragen und wenn wir oben was machen wollen, können wir das dann nach unten tragen.“

So, jetzt wo ich das alles aufge­schrieben habe, fahre ich den Laptop herunter und trage ihn nach oben. Dann habe ich hier unten genug Platz, um meine Wochenzeitung im XXL-Format zu lesen.

All you can eat – Teil 1: Essbare Knete zum Selbermachen

Gleich vorweg: Nein, unsere Kinder müssen kein Bastelmaterial verspeisen. Mit großer Zuverlässigkeit werden sie mit vollwer­tiger, überwiegend gesunder Nahrung, möglichst in Bio-Qualität versorgt. In diesem Beitrag liefern wir  einen Beweis dafür — wir haben die Mahlzeiten sogar zusam­men­ge­rechnet.

Da aber unsere Hela beim Basteln, Malen, Lesen… (eehm, also eigentlich immer) alle Sinne mit einbe­zieht, auch oder vor allem den Geschmackssinn, muss der Künstlerbedarf dementspre­chend angepasst werden. Bevor man die fertigen Produkte ausge­sucht hat und deren Zusammensetzung auf die möglichen Schadstoffe, die man natürlich vorher auch recher­chiert hat, überprüft hat, kann man sie oft mit wenig Aufwand aus essbaren Materialien selbst herstellen. In unserer „All you can eat“ – Reihe möchten wir mit euch einige erprobte Rezepte teilen.

Die Empfehlungen aus dieser Reihe sind nicht für pedan­tisch angelegte Personen und deren Haushalte geeignet. Insbesondere bei Kindern, die auf starke senso­rische Reize stehen, kann es leicht chaotisch werden. Lasst euch aber nicht abschrecken! Denk bitte an dieser Stelle an die britische Familie, von der irgendwann mal im Fernsehen berichtet wurde. Sie hat sich ausschließlich von Take-away-Menüs ernährt, weil sie Angst hatte, beim Kochen die eigene Küche dreckig zu machen. Wo gekocht wird, wird es dreckig. Wo mit vollem Körpereinsatz gebastelt wird, ebenso. Mit der Zeit gewöhnen sich die Kinder an die Materialien und es wird besser. Gewöhnen sich die Kinder nicht, gewöhnt man sich selber dran.

Heute ein ganz einfaches Rezept für Knete.

Kneten finden unsere beiden Kinder toll, wobei Emil die Herstellung der Knetmasse eigentlich noch viel spannender als das Kneten selbst findet. Er mischt sehr gerne alle Zutaten zusammen und experi­men­tiert anschließend mit verschie­denen Farben. Das ist nicht nur eine tolle Einführung in die Farbenlehre, sondern erspart mir auch einige Knetarbeit (der einzige Nachteil der Eigenherstellung ist, dass man schon eine Weile kneten muss, um die Farben gut in den Teig einzu­ar­beiten).

So ergibt sich daraus die perfekte Beschäftigung für die verreg­neten Tage zuhause. Ich und Emil stellen die Knete her, während Hela erst mal mit Mehl (o.k., das nur an den Tagen, an denen ich selbst­zer­stö­rungs­wütig genug bin), dann mit der farblosen und anschließend mit der fertigen Knete spielen darf. (Die meisten von euch kommen bestimmt nicht auf diese Idee, dennoch möchte ich nur beiläufig erwähnen, dass  Spielen mit unfer­tigem Teig  — nur aus Wasser und Mehl bestehend — wirklich keine gute Idee ist. Erfahrungsgemäß dauert das Entfernen von kleinen zu Stein gewor­denen Teigklumpen aus dem Gesicht und den Haaren und anderen Körperteilen und den Möbeln und dem Türrahmen und dem Fußboden eine Ewigkeit und erhöht den Arbeitsaufwand erheblich).

Rezept:

12 Esslöffel Mehl

2 Esslöffel Öl (wir nehmen das günstigste, das wir jeweils haben)

15 Teelöffel Salz

250 ml Wasser

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Lebensmittelfarbe (nimmt man die Farben, die man zuerst im Wasser auflösen muss, muss die Wassermenge im Teig dementspre­chend etwas reduziert werden).

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Die ersten vier Zutaten zusam­men­mi­schen und zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend teilt man die Teigkugel in kleinere Teile und fügt jedem Teil etwas von der Lebensmittelfarbe hinzu.

Die hier angege­benen Mengen sind ungefähre Mengen, denn Mama hält sich selten akribisch an Rezepte und wählt deswegen nur die, die funktio­nieren auch wenn man sie nicht ganz genau befolgt.

Manchmal entstehen schon bei der Herstellung der Knete einige Kreationen. Hier: Schlange mit zwei Augen.

Ist der Teig zu klebrig, nimmt man mehr Mehl. Ist er zu hart nimmt man etwas mehr Öl. Hat man zu viel Öl genommen, nimmt man mehr Mehl und noch ein kleines bisschen mehr Wasser… usw., usw.…Passt man da nicht ein bisschen auf, wird das geheime Perpetuum Mobile von Emil angeschmissen… Bis man ungefähr das Volumen von Knetmasse zusammen hat, um im Maßstab 1:1 die Chinesische Mauer gediegen nachzu­kneten. Das Salz hat in dem Rezept ganz bestimmt auch eine Bedeutung,  die mich aber noch nie wirklich beschäftigt hat, so dass ich dessen Menge noch nie variiert habe. Auf jeden Fall macht Salz den Geschmack der Knete wirklich sehr, sehr, sehr salzig und bringt womöglich das eine oder das andere kleinere Kind davon ab, größere Mengen vom Teig zu verspeisen.

Die essbare Knete trocknet, wie jede Knete, schnell aus. Spielt man damit nicht, muss man sie luftdicht verpacken (zum Beispiel in kleine Gefrierbeutel oder in Lebensmittelfolie). Nach einigen Tagen wird die Masse oft wieder klebriger als gewollt, man kann da wieder etwas Mehl dazu tun und die Knete ist wieder in Ordnung. Man kann die Knete auch im Kühlschrank lagern, dann hält sie länger. Da Hela Kaltes nicht mag und meidet, haben wir das aber auch nie auspro­biert und die Knete dient uns trotzdem immer einige Zeit.

Viel Spaß!